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Kraniche

Kraniche am Himmel
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Kraniche fliegen in Familien von wenigen Tieren oder auch in großen Schwärmen von über hundert. Dabei diskutieren sie ständig herum. Manchmal scheinen sie sich nicht über die Richtung einigen zu können. Dann lösen sie ihre Flugformation auf und beginnen zu kreisen. Dabei können sie in der Thermik beträchtliche Höhen erreichen. Man sagt sich dann unwillkürlich: “Jetzt bloß kein Tiefflieger!” Wenn sie sich geeinigt haben, wenden sie sich in ihre neue Flugrichtung und ziehen weiter. Manchmal trennt sich der Schwarm auch und sie gehen getrennte Wege.

 

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Jedes Jahr im Spätsommer treffen an der Müritz die ersten Kranichschwärme aus Skandinavien ein, um sich für ihren Weiterflug in die Winterquartiere zu sammeln. Diese Sammlung dauert witterungsabhängig bis Ende Oktober / Anfang November. Zu ihrem Höhepunkt werden im Müritzgebiet tausende Kraniche gezählt. Ende Oktober 2006 waren es über 8.000!

Die Kraniche haben ihre Schläfplätze meist in flachen Gewässern oder auf unbewaldeten Inseln, die sie vor den Angriffen von Räubern schützen. Allabendlich fallen sie dort in Scharen ein und arrangieren sich unter aufgeregtem Geschrei. Morgens brechen sie dann auf, um an ihre Fressplätze zu fliegen. Als Ludorfer kann man sie aus nächster Nähe beobachten, wenn sie in geringer Höhe die Häuser überfliegen.
Ihr heiseres Geschrei schallt kilometerweit. So sind die auf dem Großen Schwerin schlafenden Kraniche morgens sehr gut in Ludorf zu hören, obwohl die Halbinsel etwa zwei Kilometer Luftlinie entfernt ist!

Mit den ersten Nachtfrösten geht die Kranichsaison mit dem Abflug gen Süden zu Ende und die Wildgänse übernehmen die Lufthoheit.