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Turmhügel (Schloßberg)

Turmhügel im Winter
Ansicht von Südosten aus

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Eiche mit Größenvergleich
An der höchsten Stelle steht eine mächtige Eiche.

Mehr zur Ludorfer Geschichte

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Die Einwanderung deutscher Bauern im 13. Jhd. veränderte das Siedlungsbild entscheidend.

Zusammen mit den Bauern kamen auch Feudalherren in das bisher nur von Slawen besiedelte Gebiet.

Zum Schutz gegen ihre adlige Nachbarn, die Bauern und die unterworfene slawische Bevölkerung errichtete der Adel Befestigungsanlagen. In der Regel bestanden sie nur aus einem festen Turm auf einem Hügel.

So ein mittelalterliches Bauwerk ist dieser noch als kleine Anhöhe erkennbare Turmhügel.
Unter der einheimischen Bevölkerung ist er als "Schloßberg" bekannt. Er war der Stammsitz des Rittergeschlechtes von Morin.
Auf einem steinernen Fundament wurde vermutlich ein Fachwerkturm erbaut. Um das Fundament schüttete man einen künstlichen Hügel, etwa 50 Ruthen (1084 m2) Grundfläche.

Umgeben war er von einem ziemlich tiefen Wassergraben, Teichen und Wiesen. Neben dem Turmhügel lagen der "alte Hoff" sowie das zugehörige Dorf.

Mit der Erfindung der Feuerwaffen verlor diese Befestigungsanlage ihre Bedeutung. Im Jahre 1693 wurde auch dieser Rittersitz nachweislich aufgegeben.

Nach dem 30-jährigen Krieg erbaute man im jetzigen Ort Ludorf ein neues Herrenhaus, wo auch Steine vom Turmhügel verarbeitet wurden.

Seit dem 4.2.1945 dient diese Anhöhe als letzte Ruhestätte des Herrn auf Ludorf, Gneve und Solzow Dr. Jur. Wilhelm von Schulse Bülow (17.2.1872 - 4.2.1945)